Spielplatz

Neugestaltung des Spielplatz Gumperda

 

Da möchte man glatt noch mal Kind sein!

 

Als wir, der Dorfverein Gumperda e.V., im August diesen Jahres, im Rahmen eines Demografie-Projektes des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, Fördermittel für den Ausbau bzw. die Neugestaltung des Gumperdaer Spielplatzes erhalten haben, war die Freude zunächst sehr groß. Gleichzeitig war uns aber auch bewusst, dass ein großer Berg Arbeit und einige arbeitsreiche Tage vor uns liegen werden.

 

Die Erweiterung des Spielplatzes, als zentraler Ort im Dorf, bietet vielfältige Möglichkeiten zur Behebung einer zunehmenden Anonymisierung und einem Nebeneinanderbestehen einzelner Familien im Dorf. Bei der Montage der neuen Spielgeräte waren alle Einwohner aufgerufen, tatkräftig mit anzupacken. Des Weiteren steht der neue Spielplatz nicht nur den Kindern und Jugendlichen mit Ihren Eltern zur Verfügung, sondern kann durch die Integration vielfältiger Sitzmöglichkeiten als Ruheort auch von den älteren Mitbürgern genutzt werden. Zusätzlich soll der neue Platz für verschiedene Festivitäten genutzt werden, was wiederum der gesamten Dorfgemeinschaft zugute kommt.

 

Indem man die verschiedenen Generationen anhält füreinander Verantwortung zu übernehmen, kann man positiv auf die zukünftige demografische Entwicklung einwirken. Besagt ein afrikanisches Sprichwort doch, dass es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind groß zu ziehen. Für Familien ist es besonders wichtig, neben einer beruflichen Perspektive vor allem Orte zu haben, welche die Struktur der Familie unterstützen. Der Spielplatz kann dabei als Ort für gemeinsame Familienzeit aber auch gesellschaftlicher Teilhabe gesehen werden.

 

Hauptziel des Projektes war die Schaffung eines zentralen Ortes im Dorf, welcher für alle Bewohner Raum zur Kontaktaufnahme und zur Pflege des Dorflebens bieten soll.

 

Ein Großteil der Fördersumme wurde für die Aufstellung eines zweiteiligen Spielturmes, welcher vielfältige Möglichkeiten zum Klettern, Rutschen und Toben bietet. Die alte Schaukel wurde durch eine Neue, den aktuellen Anforderungen entsprechende, ersetzt. Der bereits vorhandene Rutschberg bekam eine überdachte Plattform und einen Aufstieg mit Handlauf, sodass auch die kleinsten zukünftigen Nutzer diesen ohne Hilfe erklimmen können. Die ortsansässige Firma Dächer von Christoph Gruß GmbH spendete zwei Federwipptiere, worüber ebenfalls die kleinen Spielplatzbesucher hocherfreut sein werden. Der Sandkasten wurde mit neuen „Karibik“-Sand aufgefüllt, sowie mit allerlei Sandspielzeug und einem Sonnensegel ausgestattet, sodass langen Buddel-Nachmittagen Nichts mehr im Wege steht. Als kompetenten Partner für die Planung und Fertigung der Spielgeräteanlagen konnten wir den regionalen Spielgerätehersteller Robi-Play aus Naumburg gewinnen.

 

Die bereits vorhandene Waldschänke wurde frisch gestrichen und um einen Grillplatz erweitert. Mehrere aufgearbeitete Sitzbänke laden auch die ältere Bevölkerung zum Verweilen ein.

 

Da das bisherige Volleyballareal auf dem alten Sportplatz an der Kastanienallee durch die örtlichen Gegebenheiten in den letzten Jahren kaum nutzbar war, wurde auf der Fläche neben dem Spielplatz ein neues Spielfeld errichtet. Für dessen Umsetzung konnten wir den örtlichen Volleyball-Verein gewinnen. Im nächsten Jahr soll ein kleines Fußballfeld hinzu kommen. Das optische Manko der Laufspuren rund um die Tischtennisplatte wurde durch die Verlegung von Rasengitterplatten beseitigt.

 

Abschließend soll noch einmal allen großen und kleinen Helfern des riesigen Projektes gedankt werden. Besonderer Dank gilt vor allem Mathias Jacobi, welcher federführend den Aufbau der Spielgeräte durchführte. Des Weiteren danken wir Ludwig Lidzba, ohne dessen Engagement so manche Baggerarbeit nicht möglich gewesen wäre.

 

Durch eine hohe Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sowie der ortsansässigen Firmen konnte der Eigenanteil der Fördersumme aufgebracht werden. An dieser Stelle sei allen Spendern noch einmal herzlich gedankt. Eine vollständige Spenderliste finden Sie hier.

 

Autorin: Anke Reitzenstein

 

'Dezember 2016

 

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